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Zehn Jahre Kultur im Maag-Areal
Darko Soolfrank, Gründer des Maag-Areals, über die Entwicklung des Zürcher Kreis fünf.
Rédigé par le 17.08.2012, 16:04 Google+

In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Zürcher Maag Halle als nichtsubventionierte Kulturinstitution schweizweit etabliert. Ohne öffentliche Gelder ist es Veranstalter Darko Soolfrank gelungen, ein inhaltlich und wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmen aufzubauen. Die Halle zählt jährlich über 300 000 Besucher und rund 150'000 verkaufte Konzert- und Showtickets. Der kürzlich mit der Miteinander GmbH initiierte «Frau Gerolds Garten» floriert ebenfalls. Die Zukunft ist jedoch ungewiss. Ein weiteres Kapitel in der aktuellen Diskussion um Kultursubventionen und die Verdrängung von städtischen Kulturräumen.

Eine kleine Erfolgsgeschichte

Mitinhaber Darko Soolfrank hat ursprünglich die Banklehre gemacht. Die Tätigkeit im Show-Bereich kam per Zufall: «Mein Geschäftspartner kannte jemanden, der ein Musical schrieb. Wir wollten das Projekt mal aus Spass für ein paar Monate machen. ‘SpaceDream‘ zählte schliesslich 600 000 Besucher», so der 44-jährige Zürcher zu tilllate.com. Aus ein paar Monaten wurden in der ehemaligen ABB Halle in Baden fünf Jahre. Die Basis für die Maag Halle Zürich war gelegt. Im Dezember 2000 kam dann der Zuschlag für drei Jahre auf dem Maag-Areal. Dann ging es schnell: «2001 starteten wir den Umbau der Maag Zahnräder AG zur Maag Halle. Ein Jahr später eröffneten wir die Halle. 2003 folgte die Event-Hall, 2005 die Härterei, 2009 wurde die Härterei zum Club ausgebaut», erinnert sich Soolfrank.

Die Kombination aus Club, Theater und Event-Halle hatte Erfolg: Das Musical «Ewigi Liebi» ist mit rekordverdächtigen 650 000 Besuchern bis jetzt unerreicht. Auch das Festival «Digital Maag», welches heuer zum 10-jährigen Jubiläum lanciert wurde, war erfolgreich. Mittlerweile beschäftigt die Maag Halle in der Limmatstadt rund 40 Festangestellte und 60 Teilzeitangestellt. Wenn die Show-Produktionen laufen, werden es in Zürich und Bern, wo die Maag seit zwei Jahren ebenfalls ein Theater betreibt, bis zu 200 Leute.

«Ich schaue positiv in die Zukunft» 

2015 laufen die Mietverträge aus; ein neues Zuhause muss her. Doch einfach ist das nicht, denn Industriebrachen verschwinden nicht nur in Zürich zunehmend: «Solche Gebiete geben einer Stadt Leben und Charakter und sind darum wichtig. Man kann nicht alles für Büros oder Wohnungen flachmachen.» Klar ist: Der Kreis fünf wird sich verändern. Es stellt sich die Frage, wo der künftige Melting Pot sein wird. Die Zukunft ist auch für die Maag Halle ungewiss. Angst hat Soolfrank dennoch keine: «Ich schaue positiv in die Zukunft, denn langsam erkennt auch Zürich, was sie an der Gegend bei der Hardbrücke hat.»


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