Das Voting in die Top 100 DJs des britischen «DJ Mags» ist der Ritterschlag für jeden Plattendreher. Noch bis am 29. August wird abgestimmt, wer der Nachfolger von Vorjahressieger David Guetta wird. In die Fussstapfen der Nightlife-Ikonen zu treten, war auch der Wunsch der bisher unbekannten DJane Miss Diamond. Nun wurde sie aber wegen Manipulation vom Voting ausgeschlossen. Auf Facebook kassiert die Zürcherin jetzt die Quittung für ihre Schummelei: «Beschämende Menschen wie du sollten gar nicht existieren» und «Auf Wiedersehen, Karriere» gehören dabei noch zu den harmloseren Kommentaren ihrer Fans.
DJ Andrew, selbst ein aufstrebendes DJ-Talent in der Schweiz, hat Mitleid mit der Disqualifizierten: «Auch wenn ich sie nicht kenne, tut mir die Geschichte leid. Da hat sie wohl jemand schlecht beraten und jetzt macht sie sich zum Gespött der gesamten Szene», so der Basler DJ. Obwohl er gut gebucht ist und Sets neben Grössen wie Luciano spielt, nimmt noch nicht einmal Andrew selbst am «Top 100 DJs»-Voting teil: «In dieser Liste misst sich die weltweite Elite. Als unbekannte DJane da reinkommen zu wollen, ist als ob ein Kicker vom FC St. Gallen schummelt, um bei Real Madrid spielen zu dürfen», verrät Andrew. Auch die Facebook-Seite der Geschassten macht stutzig: Die Mehrheit ihrer rund 150 000 «Fans» stammt aus Afrika. Ob sie da wohl ein Star ist? Für 20 Minuten war Miss Diamond bisher nicht erreichbar.

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