Von Kopf bis Fuss voller Farbe sein und zu lauter Musik unter freiem Himmel feiern? Das ist kein Wunschdenken der Superlative mehr. Das hinduistische Frühlingsfest «Holi» findet immer mehr den Weg auf unsere Wiesen. Mittlerweile gibt es Farbfestivals in den USA und in Europa. Vor allem in Berlin hat sich das Frühlingsfest mit ursprünglich religiösem Hintergrund als beliebte Party etabiliert. Beim «Holi Open Air» in Berlin sind am 29. Juli 2012 wieder die Farben geflogen: Nachdem der Countdown abgezählt ist, werfen alle zusammen verschiedenfarbige Pulver in die Luft. Am Schluss sahen alle gleich aus – gleich bunt.
Und was ist mit uns?
Nun bleibt die Frage offen, ob eine solche Sause bei uns in der Schweiz ebenfalls möglich wäre. tilllate.com hat die Profis gefragt: «Ich könnte mir eine solche Party am Motion! nicht vorstellen. Jedoch zeigte die Vergangenheit: Wenn etwas in Berlin läuft, läuft es auch in der Schweiz», so Veranstalter des «Motion!»-Festivals und der Energy-Party Thomas Bischofsberger.
Martina Busenhart, Vizepräsidentin des Open Air Oberrieden, zu der Frage, ob ein solcher Event in Oberrieden in Frage käme: «Wir lieben es, mit Farben zu spielen, weshalb ich eine solche Party sehr lustig finden würde. Jedoch stelle ich mir die Umsetzung etwas schwierig vor, zumal es schlussendlich trotzdem eine Schlacht ist, bei der sehr schnell Schlägereien angezettelt werden könnten».
Religiöser Hintergrund
Das Farbenfest «Holi» wird in Indien als «Göttliches Spiel» gefeiert. Dabei ehren die Hindus den Sieg des Frühlings über den Winter, den Triumph des Guten über das Böse und die gegenseitige Versöhnung. Die Legende erzählt, dass die Dämonin «Holika» ihren Neffen (den jungen Prinzen «Prahlada») umbringen wollte, diese aber selber dabei starb. In den USA und in Europa allerdings, wird lediglich der Brauch gefeiert. Hoffentlich auch bald bei uns.
Hier Impressionen des «Holi Open Air» Festivals in Berlin:

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