Tolle Acts, schlechte Organisation

Die schlechte Organisation und das Wetter überschatteten das grandiose Line-Up.

Bitterer Nachgeschmack bei den Besuchern des Zürich Openairs. Nach einem Jahr Pause hätten die Organisatoren des jungen Festivals genügend Zeit gehabt, die Kritikpunkte des Debüts zu verbessern und sich zu beweisen. Das Line-Up versprach viel: Eine Bombe nach der anderen liess das Openair im Vorfeld platzen. Bands wie die Urväter Kraftwerk, Dubstep-König Skrillex, The Killers, Prodigy - aber auch leise Töne der schwedischen Popelfe Lykke Li, Fanta Vier unplugged oder Clueso liessen die Ohren der Musikliebhaber aufhorchen. Die Deutsch-Schweizer-Combo Boy zählte zu einem der Highlights. «Für mich ist es etwas ganz Spezielles in der Heimat zu spielen», so die Zürcher Sängerin Valeska Steiner.

Die Stimmung im Wetterkoma

Um das Positive vorwegzunehmen: Die Soundmischung war grösstenteils sehr gut. Euphorie bei den Zuschauern wollte aber bei fast anhaltendem Regen kaum aufkommen. Leider gehört das Drumherum genauso zu einem Festival, wie der gute Wein zum Essen: Die Festivalgänger machten vor allem wegen der Einführung des undurchsichtigen Jeton-Systems (tilllate.com berichtete) ohne Vorankündigung ihrem Ärger Luft. Ein 20–Minuten-Leser bringt es auf den Punkt: «Ein gutes Line-Up kaufen kann jeder. Ein Festival organisieren nicht.»


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