Eine Million Franken Kultur-Dünger

Zehn Monate nach der Gründung der Crowd-Funding-Plattform wemakeit.ch wurden bereits 124 Projekte erfolgreich mitfinanziert. Wir haben mit einer Gründerin gesprochen.

Einer für alle, alle für einen: Dank Rea Eggli (40), Johannes Gees (52) und Jürg Lehni (34) können kreative Köpfe ihre Ideen in die Tat umsetzen. Auf ihrer Crowd-Funding-Plattform wemakeit.ch werden Konzepte und Ideen durch finanzielle Unterstützung verwirklicht. Der Künstler Johannes, der Designer Jürg und die Kultur-Unternehmerin Rea kennen sich schon länger. «Johannes kam schliesslich mit der Idee zu wemakeit.ch und wir haben uns zusammengeschlossen», erzählt Rea.

Kleiderkollektionen und Musikvideos

Crowd Funding kam 2000 in Amerika auf; es folgten viele weitere Länder. Die Schweiz war etwas langsam. «Dafür hat es hierzulande sehr rasch funktioniert», stellt Rea glücklich fest.

Die Zahlen bestätigen ihre Aussage: Im Februar 2012 ging das mittlerweile neunköpfige Team mit den ersten 20 Projekten online. Das allererste Projekt war bereits nach vier Tagen abgeschlossen. Für «The Human Print» entwarfen die zwei Zürcher Designerinnen Natalja Romine und Stefanie Biggel eine Kleiderkollektion mit Laubflecken-Motiv. Weiter wurde mit «Tell Me What You See» von Death By Chocolate das erste interaktive Musikvideo der Schweiz mitfinanziert (tilllate.com berichtete). Heute, zehn Monate nach Firmengründung, wurden bereits über eine Million Franken beigesteuert.

«Rund 60 Prozent kommen durch»

Bis heute wurden 254 Projektkampagnen aufgeschaltet. «Rund 60 Prozent kommen durch», erzählt Rea. Gefördert werden vor allem Kultur-Projekte, aber auch Ideen aus der Kreativ-Wirtschaft oder im Architektur- und Community-Bereich. Nicht angenommen werden Vorhaben im Charity- und Hobbybereich oder Start-Ups. «Wir wollten fokussiert beginnen. Das hat sich bewährt.» Mitmachen kann generell jeder – falls man die Richtlinien beachtet und professionell in der Kultur- und Kreativwirtschaft arbeitet.

Doch warum ist Crowd Funding so erfolgreich? «Jeder Geldgeber involviert sich und erhält im Gegenzug etwas zurück», sagt Rea. Man kann also mitbestimmen, was in einem halben Jahr möglicherweise im Kino, Radio oder Fernsehen läuft.

>> wemakeit.ch


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