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Partyreformen
Die totgesprochenen Hypes der Partyszene
Mit speziellen Partyformaten versuchen Veranstalter zu punkten.
Von , zuletzt aktualisiert am 15.11.2012, 17:55 Google+

Partys schiessen wie Pilze aus dem Boden. Immer wieder versuchen gewiefte Veranstalter mit speziellen Tanzveranstaltungen möglichst viele neugierige und trinkfreudige Menschen anzulocken. Das Feedback fällt jedoch durchzogen aus.

 

Die Silent Disco
Menschen, die im Kollektiv tanzen und über kabellose Kopfhörer Musik empfangen: Das ist die Silent Disco. Street-Parade-Urgestein und Promoter Arnold Meyer prophezeit dem stillen Feiern aber ein baldiges Ende: «An einer Kopfhörer-Party geht es um die Kommunikation. Ein totaler Wiederspruch: Wenn ich mich unterhalten will, gehe ich in eine Bar.» Guri Akyol, welcher für das Booking und die Künstlerbetreuung der ersten Silent Disco an der Zürcher ETH zuständig war, sagt: «Kopfhörer abnehmen ist noch umständlicher als sich wie an einer normalen Party anzuschreien.»

 

Die Sanapa-Party
In vielen Clubs kommt erst weit nach Mitternacht Stimmung auf. Mit der Sanapa-Party steuert der Zürcher Club Valmann dem Trend entgegen: Ab 15:00 Uhr wird dort am helllichten Tag seit bald drei Jahren zu Housebeats getanzt. Die Idee hat Macher Louis Bisang 2009 den Amis abgeschaut: «Ich habe dann Marco Ammann, dem Geschäftsführer des Valmann, die Idee vorgeschlagen», sagt Bisang. Die Nachmittags-Sause hat sich herumgesprochen; nach circa vier Events füllten die Besucher den Club.

 

Kuschelparty
Als Kuschelparty wird eine organisierte Veranstaltung bezeichnet, an welcher fremde Personen in Jogginghose und Schlabber-T-Shirt auf Matratzen miteinander kuscheln und schmusen, ohne dabei sexuelle Absichten zu verfolgen. Die Premiere in der Luzerner WomMan GmbH im Frühjahr floppte jedoch: «Wir hatten eine Überzahl an Männer, weshalb wir die Veranstaltung nicht durchgeführt haben. Auch beim zweiten Versuch sah es gleich aus», sagt Leiterin Jacqueline Schönbächler.

 

Der Lunch Beat
Der Lunch Beat beginnt um 12:00 Uhr: Zum Essen wird ein DJ-Set mitserviert, tanzen ist obligatorisch. Für den Eintritt von 20.- Franken gibt es Wasser und ein nahrhaftes Lunchpaket zum Mitnehmen. «Weg vom Business!», erklärt Macher Guri Akyol das Ziel der Party. «Wir haben ein sehr gutes Feedback bekommen. Der Schweizer tanzt mittlerweile immer und überall.»

 

Die Rollerdisco
Bei der Rollerdisco fährt man zu 80ies-Sound in neonfarbenen Klamotten im Kreis herum. Mit 500 bis 600 Leute pro Abend ist das Zürcher X-Tra dabei voll ausgelastet: «Es ist sogar schon vorgekommen, dass wir Leute nach Hause schicken mussten, weil wir zu wenig Rollschuhe hatten», sagt Party-Portfolio-Macher Andreas Babe.

 

Zumba-Party
Das Zumba Fitness im AlpenRock Club beim Flughafen Zürich findet jeden Mittwoch ab 20:00 Uhr statt. Dabei wird im Disco-Ambiente übermässiges Fett abgetanzt. «Es ist mehr Raumnutzung. Am Mittwoch läuft sonst nichts im Club», sagt Alpenrock-Geschäftsführer Wayne van Rooyen gegenüber tilllate.com. Obwohl die Blütezeit des Zumbas langsam passé ist, besuchen regelmässig 30 bis 40 Leute den Anlass.


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