Stadt Zürich
DE
tilllate logo
Politisieren mal anders
Jetzt kommt die Party Partei
Die Party-Partei will sich für das Nachtleben einsetzen.
Von , zuletzt aktualisiert am 02.08.2012, 15:18 Google+

Eine Nacht-und-Nebel-Aktion oder die Frucht minutiöser Planung? Offiziell letzten Mittwoch gegründet, will die Party Partei Kulturschaffenden und Freidenkern sowohl Gehör verschaffen als auch als Sprachrohr dienen. Linda Landolt und Philipp Meier, zwei der drei Gründungsmitglieder, sprechen im Interview über das Projekt.

Angefangen hat es mit einem Treffen mit dem Künstler Roland W. Bezzola. Letzten Freitag wurde die Facebook-Gruppe, die mittlerweile über 2300 Mitglieder zählt, aus dem Boden gestampft. «Wir haben das nun mal so in der Öffentlichkeit platziert und warten mal ab, wie sich das ganze entwickelt und wer sich meldet. Dieser Mitmach-Charakter ist wichtig», so Meier.

«Bei uns wird nicht am Sonntagstisch diskutiert»

Das Partei-Credo lässt sich folgendermassen umschreiben: Man kann die politische Agenda mitbestimmen, ohne Teil des Systems zu sein. «Als es in Zürich die Partykrawalle gab, forderten die Jungen Freiraum. Nun kann man relativ einfach ein Gesuch für eine Openair-Party im Stadtgebiet einreichen», stellt Meier zufrieden fest. «Bei uns wird nicht am Sonntagstisch, sondern am Partyabend diskutiert. In diesem positiven Lebensgefühl sollen Ideen kreiert werden», definiert Landolt. Eine erste, richtige Partei-Party sei in Planung.

Die Organisation soll jedoch keine monothematische Partei werden, sondern eine Grundhaltung. Dass sich die Jungen heutzutage nämlich auf einer Party-Ebene organisieren, passiere, weil sie laut Meier kein politisches Zuhause mehr finden: «Auch viele ältere Menschen fühlen sich im Parteien-Umfeld nicht wohl. Es herrschen grosse Bedenken gegenüber der institutionalisierten Politik.»

Die Partei-Agenda

Momentan auf der Traktanden-Liste stehen das geplante Kongresszentrum und die entsprechenden Club-Schliessungen an der Geroldstrasse. Auch über die Verteilung der Fördergelder machen sich die Gründer Gedanken. «Die Kulturförderung sollte demokratisiert werden», erzählt Landolt. Weiter haben die Organisatoren schon von privaten Veranstaltern Anfragen um Hilfestellung via Facebook erhalten.

Quo vadis?

Die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen ist in Planung. «Ich würde gerne mal mit Marc Blickenstorfer, dem Präsidenten der Bar- und Clubkommission Zürich, zusammenhocken», kündigt Meier an. Linda Landolt will indes Flurin Jecker, Organisator des Berner «Tanz dich frei», mit an Bord holen. Es solle möglich werden, kreative Events mit Substanz zu organisieren. Und es solle Spass machen. Von daher ist der Start auf Facebook gelungen. Bleibt zu hoffen, dass es sich nicht bloss um einen Anfangs-Hype handelt. Die Mitgliederzahl steigt stetig; der nächste Schritt muss jedoch von den Initianten folgen.


Kommentar schreiben

Dein Kommentar wird nach einer Prüfung durch die Redaktion freigeschaltet. Ausfällige, rassistische oder sexistische Kommentare werden sofort gelöscht. Das Freischalten der Kommentare wird zwischen 8:00 und 17:00 Uhr durchgeführt. Kommentare von eingeloggten Usern werden gleich freigeschaltet.
Dein Kommentar wurde versendet!

Kommentare

Weitere Stories

«Ich wäre mit Platz 99 zufrieden gewesen» Quentin Mosimann «Ich wäre mit Platz 99 zufrieden gewesen» Quentin Mosimann steht seit drei Jahren in Folge in der «DJ Mag Top 100». Mit tilllate.com sprach der Schweizer darüber, was die Platzierung bringt.
1 Kommentar
Auf frischer Tat ertappt «Boiler Room» Auf frischer Tat ertappt Ob unter den Armen riechend oder beim doofen Tanzen: «Boiler Room knows what you did last night» entdeckt die peinlichsten und amüsantesten Momente der Stream-Partys.
2 Kommentare
Tomorrowland bald auch in Indien? Gerüchteküche Tomorrowland bald auch in Indien? Belgien, Brasilien, USA und auch bald in Südasien? Laut dem Tourismusminister von Goa soll die Tomorrowland-Festivalreihe bald eine neue Destination erhalten.
3 Kommentare
One Direction will die Dancefloors erobern Imagewechsel One Direction will die Dancefloors erobern Liam Payne von One Direction produziert nun elektronische Musik. Dennoch bleibt der Künstler seiner Boyband treu.
5 Kommentare
Kommentar
Per Email

Community

29Member online

Kennenlernen

Möchtest du Ex-Campioni_del_mondo kennenlernen?

Was machen die Member?

sauvage
hat ein «Gefällt mir» für ein selbst hochgeladenes Foto bekommen.
vor 3 Minuten
sweet_bunny
Das Aussehen von sweet_bunny wurde bewertet.
vor 13 Minuten
cucciola20
Das Aussehen von cucciola20 wurde bewertet.
vor 20 Minuten
ludivinethodoloz
Das Aussehen von ludivinethodoloz wurde bewertet.
vor 21 Minuten
Crissy58
Das Aussehen von Crissy58 wurde bewertet.
vor 22 Minuten
kana
Das Aussehen von kana wurde bewertet.
vor 25 Minuten
swedengirl
Das Aussehen von swedengirl wurde bewertet.
vor 30 Minuten
Peter_Sellers
Hat einen Beitrag auf #SlashMusic veröffentlicht.
vor 1 Stunde
hude
Das Aussehen von hude wurde bewertet.
vor 10 Stunden
ElCapitano3
hat an Verlosung Free Tickets, Her Name Is Calla vom Montag 17.11.2014 mitgemacht
Teilnehmen
vor 10 Stunden
zur Community »