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Herzklopfen in Paris
Die schmerzhafte Jagd auf Nicki Minaj
Gebrochener Zeh, Bauchhiebe, ein Paris-Trip, drei Sprints, Tränen und Happy End: So hart ist der Weg zu einem Minaj-Autogramm.
Von , zuletzt aktualisiert am 09.07.2012, 09:33 Google+

Die französische Hauptstadt hatte vergangene Woche ihren Pink Friday: Nicki Minaj war in der Pariser Konzertarena «Le Zénith» zu Gast. Redaktorin Anne-Sophie und Fotograf Mirza reisten für das Konzert in die Stadt der Lichter. Tagelang terrorisierten sie ihr Umfeld mit nervösem Grinsen und euphorischen Rap-Ausbrüchen. In Paris hiess es dann: All In.

Die grosse Show

Am 6. Juli um 15:37 Uhr kommt unser Zug in Paris an. Wir haben während der Fahrt das ganze Abteil mit Musik beschallt und zuverlässig dafür gesorgt, dass nicht nur wir froh waren, endlich aus dem TGV auszusteigen. Noch fünfeinhalb Stunden bis Konzertbeginn. Wir erklimmen Touri-mässig den Eiffelturm und gehen zur Feier des Tages Austern schlürfen – und vergessen vor lauter Aufregung die Zeit. Ein Taxifahrer rast uns zum «Jardin de la Vilette». Aber das Gelände rund um den «Zénith» ist riesig. Wir rennen die letzten zehn Minuten über Wiesen. Am Eingang der erste Dämpfer: Wir müssen die Kamera abgeben, weil es mit unserem Akkreditierungsgesuch eine Verwechslung gab. Die Abklärungen dauern eine Viertelstunde. Wir stürmen zum Eingang und schaffen es pünktlich zum Konzert rein.

Eineinhalb Stunden sind wir im Himmel. Wir schreien uns die Kehle heiser, hüpfen uns die Füsse geschwollen und rasten fast aus, als Nicki ihren Part von «Monster» performt. Die Leute hinter uns schauen uns verdutzt an. Während einem Lied holt sie sich drei Mädchen aus dem Publikum auf die Bühne – wir werden grün vor Neid. Vier Outfits, 80 Minuten und etliche Tracks später ist der Spass vorbei und wir taumeln verschwitzt zurück ins Hotel.

Clubbing mit Nicki

Wir haben gehört, dass Nicki im Pariser Privatclub «VIP Room» sein soll. Wir lassen Charme und Connections spielen und schaffens rein. Plötzlich setzt sich Nicki mitsamt 15-köpfiger Entourage in die Lounge vor dem DJ-Pult. Sie trägt ihre blonde Perücke, einen Ballonhut, Chanel-Sonnenbrille und Gucci-Regenstiefel. Während ihre Crew ein regelrechtes Champagner-Wettsaufen macht, sorgen fast zwei Dutzend Bodyguards dafür, dass niemand zu nahe kommt oder Bilder macht. Plötzlich spielt der DJ Nickis «Super Bass» und sie liefert eine verrückte Playback-Show ab. Die Besucher zerquetschen sich fast gegenseitig und der 150-Kilo-Koloss eines Bodyguards steht mir auf den Zeh. Wir tanzen trotzdem begeistert mit und erhalten von Nicki einen Luftkuss. Als sie den Club verlässt, nimmt sie unsere Hand und lächelt.  

Wir sprinten adrenalingeladen zum Hintereingang. Als wir ankommen, steigt Nicki in ihre schwarze Limousine ein. Eine kleine Fantraube hat sich schon gebildet. Jetzt werden die Bodyguards echt brutal; sie schubsen Fans zurück, ich kassiere zwei Hiebe in den Bauch. Plötzlich lässt Nicki das Fenster runter, sie erkennt uns vom Club und ich strecke ihr das erstbeste Papier entgegen. Auf meiner Paris-Karte, im 14. Arrondissement, kritzelt sie ihren Namen und ein kleines Herzchen hin. Ich bin im Himmel. Plötzlich sackt mein Kreislauf zusammen und ich bin nur noch ein Häufchen Elend. Sieben Stunden Stress haben sich endlich ausbezahlt.

Wir humpeln in das nächste Taxi und gehen zurück ins Hotel. Dort begiessen wir den Erfolg wie Erwachsene und freuen uns wie kleine Kinder. Unter dem Himmel der Stadt der Lichter schlafen wir selig ein. Als wir am nächsten Morgen aufwachen, schmieden wir neue Pläne. Am 17. Oktober ist Nicki im Hallenstadion.


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