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Wie echt ist Lana?
Die grosse Lanalyse
Hat sie nun Talent? Oder ist sie nur ein Produkt? Wir haben das Phänomen Lana Del Rey mal ganz genau unter die Lupe genommen.
Von , zuletzt aktualisiert am 09.11.2012, 13:40 Google+

Ihr Image

Ist sie ein Produkt der Plattenbosse? Der Künstlername, der Look, die «selbst gemachten» Videos: alles Kalkül? Dagegen spricht: Lana, 26, hat schon 2008 als Lizzy Grant ein Album aufgenommen, auf dem die Grundlagen für ihren Sound klar hörbar sind. Und die Schlauchboot-Lippen und Sixties-Mähne trug sie schon 2010 bei Auftritten, als sie noch keiner kannte. Wir werden es wohl nie genau wissen. Und diese Ungewissheit nervt. Genauso wie die ewige Lolita-Nummer, die Nacktbilder in GQ und die Storys über die ach so harte Zeit im Trailerpark.

Hier Lana del Rex als Lizzy Grant:

Ihr Talent

Ja, Lana hat Talent! Allem voran als Songwriterin: Sie schreibt alle ihre Songs selbst (mithilfe von Produzenten und Co-Autoren, aber hey, auch Beyoncé und Lady Gaga haben Songwriterteams). Da kann Rihanna einpacken. Und auch wenn es nach ihrem verbockten Auftritt bei «Saturday Night Live» hiess, sie könne nicht singen: Youtube-Clips von frühen Auftritten an Open-Mic-Events und die Kritiken ihrer Gigs rund um den Globus beweisen das Gegenteil.

Ihre Vermarktung

Lana ist bei Next Models unter Vertrag. Die kümmern sich auch um Jessie J, Ellie Goulding, Alexa Chung oder Alice Dellal. Sie hat bereits ein eigenes Mulberry-Taschenmodell, wirbt für Jaguar und ist Testimonial für H & M. Lana nutzt den Hype und baut sich als Marke auf. Aber ihr immergleicher Gesichtsausdruck und die Omnipräsenz nutzen sich schnell ab. Gähn!

Ihre Musik

Sie bleibt Lanas Wunderwaffe: Die acht neuen Songs auf «Born to Die: The Paradise Edition» setzen auf den typischen Mix von üppigen Streichern, Retro-Tunes, Hip-Hop-Beats und Melodien, die hängen bleiben, aber nicht verleiden (wir habens getestet: «Gods & Monsters», «Ride» und «American» kann man wirklich sehr oft hören!). Lanas tiefe, warme Stimme klingt wie keine auf den obersten Chartsplätzen. Eine Bereicherung für den Pop-Mainstream.

Hier Lana Del Rey mit «Born to Die»:

Ihre Männer

Bad Boys vor! Lana datete Bradley Soileau, das volltätowierte Model aus dem «Born to Die»-Video (siehe oben), und den Langhaar-Folker Barrie James O’Neill von der schottischen Band Kassidy. Im neuen Song «Cola» singt sie, dass sie auf ältere Männer steht. Die jüngsten Gerüchte: Affären mit den Rock-Opas Marilyn Manson und Axl Rose von Guns’n’Roses. Lana, wie wärs mit Johnny Depp oder Sean Penn? Grosses Unterhaltungspotenzial!

Marily MansonAxl RoseJames O'Neill

Ihr Look

Im Alltag Jeans, Bandshirts, Converse und Baseballcaps, für die Bühne steife Fifties-Kleider. Lanas Style ist amerikanisch, girly, immer etwas retro. «Nichts Neues und manchmal ein wenig cheap», findet Friday- Modeassistentin Jennifer Tschugmell. Sich über ihre aufgespritzten Lippen und künstlichen Fingernägel aufzuregen, ist langweilig. Einfach nicht nachmachen.

Ihre Videos

Die zusammengeschnipselten Low-Budget-Clips zu «Video Games» oder «Blue Jeans» trafen den Nerv der Blogosphäre. Nun, mit dem Plattendeal in der Tasche, hat Lana viel Money-Power für ihre Videos: «Born to Die», «Summertime Sadness» und «Ride» sind visuell gross und sorgfältig inszeniert und ecken inhaltlich ein bisschen an. Mini-Kino, wie wir es lieben.


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