Schweizer DJs mit Fensterplatz in Geo

DJs widmen ihre Tracks den Grossstädten der Welt. Doch beim Wissenstest versagen sie.

Jetzt wirds mondän! Mit «Welcome To St. Tropez» hat DJ Antoine nicht nur für einen Sommerhit und monatelangen Radio-Dauerbrenner gesorgt, sondern auch einen neuen Trend gestartet. Denn nicht nur Antoine, auch andere Schweizer Musiker schmücken sich gerne mit dem Ruf grosser und aufregender Städte. Doch was wissen Mike Candys, Mr. Da-Nos und Patrick Miller überhaupt über Ibiza, Las Vegas und London? tilllate.com hat nachgefragt - und gestaunt.

Wenn Las Vegas zu Los Angeles wird

Angefangen mit dem Produzenten Mike Candys: Der 40-Jährige hat mit Ex-«T.E.A.R.S.»-Mitglied Evelyn den Track «One Night In Ibiza» aufgenommen. Auf der Insel war er aber seit 20 Jahren nicht mehr. Während er immerhin weiss, dass die Insel zu den Balearen gehört, die im Mittelmeer liegen und die Amtssprachen Spanisch und Katalanisch sind, scheitert er bei Club-Fragen kläglich. Ibiza, das als Club-Mekka schlechthin gilt, verfügt mit dem Privilege, Pacha, Amnesia, Spaca, Ushuaïa und Eden über weltbekannte Lokale. Candys konnte deren jedoch nur drei nennen. Zu seiner Verteidigung sagt er zu tilllate.com: «Ich habe keine Ahnung von Nightlife und wollte einfach dort in die Ferien gehen.»

Doch schlimmer gehts immer. Mr. Da-Nos veröffentlichte kürzlich seinen Videoclip zu «Las Vegas». «Ich fand die Idee zum Titel von vornherein super», erzählt der DJ. Immerhin wollte er schon immer mal in der Stadt, die niemals schläft, drehen. Bei der Einwohnerzahl nennt er ein paar Millionen. Das Casino-Mekka beherbergt jedoch nur knapp 558 000 Menschen. «Die meisten davon sind wohl Touristen», sagt Da-Nos. Dass der Grossteil der Einwohner jedoch hispanischer Herkunft ist, muss ihm wohl entgangen sein. Auch bei Fragen zum ersten Casino und der Bedeutung des Namens Las Vegas, ist er ratlos. «Las Vegas bedeutet 'die Engelsstadt'», behauptet der 31-Jährige und verwechselt das Spielerparadies mit der Schauspieler-Hochburg Los Angeles. Immerhin stimmt seine Selbsteinschätzung: «Vielleicht besser, bin ich Musiker und nicht Lehrer geworden», kommentiert Da-Nos seine Wissenslücken. 

David wer?

Weiter gehts mit dem Sänger Patrick Miller. Pünktlich zur Olympiade veröffentlichte er den Song «Dancing In London». Immerhin sei er als Jugendlicher oft dort gewesen. Dennoch hat er keine Ahnung, wieviel Einwohner die Stadt hat, oder wer David Cameron ist. Ausserdem sei das London Eye kein Riesenrad, sondern ein weiterer Begriff für den Big Ben. Margareth Thatcher sei indes Buchautorin und nicht die erste weibliche Premierministerin Englands. Zu seiner Verteidigung: Thatcher hat mit «Downig Street No. 10» ihre Memoiren veröffentlicht. Und der Fluss, der durch die englische Hauptstadt fliesst? «Das ist die Donau». Sein schlechtes Resultat im tilllate.com-Wissensquiz nimmt Miller jedoch mit Humor: «Ich mag die Queen und den Big Ben. Das ist für mich das wichtigste an London.»


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1 Kommentar

der moog vor 4 Jahre

Lustig und genau so hört sich auch die musik der herren an... big up low brainer....

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