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Im Dada-Haus zu Besuch
«Gaga ist Dadaistin unserer Zeit!»
tilllate.com hat hinter die Kulissen des Dada-Geburtshauses geschaut. Das Cabaret Voltaire wie es leibt und lebt.
Von , zuletzt aktualisiert am 19.12.2012, 18:10 Google+

Alle kennen es, und doch bleibt es mysteriös: Das Cabaret Voltaire ist seit 1916 eines der historisch wichtigsten Häuser in Zürich. Touristen aus aller Welt besuchen die Geburtsstätte der künstlerischen und literarischen Bewegung Dada, welche von Hugo Ball, Tristan Tzara, Richard Huelsenbeck, Marcel Janco und anderen gegründet wurde.

Die Namensgebung

«Tristan Tzara und Marcel Janco sind Rumänen. ‚Da‘ heisst auf Rumänisch ‚ja‘, was in Rumänisch andauernd gesagt wird», erklärt Direktor Adrian Notz die Namensgebung der Ideologie gegenüber tilllate.com. Über den Ursprung des Begriffs Dada hält das Internet aber viele verschiedene Versionen bereit: So soll Hugo Ball mit einem Federmesser in ein deutsch-französisches Wörterbuch gestochen haben und das Wort «Dada» (zu Deutsch: Steckenpferd) getroffen haben. Marcel Janco allerdings ist der Meinung, dass das Zürcher Haarwaschmittel «DADA» die Künstlergruppe zur Namensgebung anregte. Solche Legenden findet man unzählige, verifiziert wurde jedoch keine.

Das Cabaret Voltaire

Mittlerweile wird das Cabaret Voltaire vor allem als Ausstellungsort für an den Dadaismus angelehnte zeitgenössische Künstler, als Bar und als Veranstaltungssaal genutzt. Von akademischen und wissenschaftlichen Veranstaltungen und Plattentaufen mit Designern bis zum Jazzclub passt sich das Cabaret Voltaire aber den aktuellen Bedürfnissen an. Besucht wird das Cabaret Voltaire von den unterschiedlichsten Menschen; an den Wochenenden sind es aber vor allem 18- bis 25-jährige Studenten. Der Shop wurde eingerichtet, weil die vorherige Kunst eine abschreckende Wirkung hatte.  Aktuell haust die Ausstellung von Claude Lévêque (siehe Diashow) im Zürcher Niederdörfli.  «Claude hat sich vom Swarovski-Weihnachtsbaum am Hauptbahnhof in Zürich inspirieren lassen. Es soll aufzeigen, dass sogar ein Diamant eine Schattenseite hat», erklärt Notz.

«Lady Gaga ist die Dadaistin unserer Zeit»

Auf die Frage, wie man denn einen Dadaisten erkennt, erklärt der Direktor: «Der Dandy-Style gehört zum Dadaismus. Lady Gaga ist die grösste zeitgenössische Dadaistin. Oft wird sie mit der Dada-Baroness, der ersten amerikanischen Dadaistin, verglichen. Im Prinzip geht es beim Dadaismus darum, sein innerstes Ich zu inszenieren.»

Auch der Rocker Marilyn Manson bekennt sich öffentlich als Dadaist: «Marilyn hat bei uns seine Kunst ausgestellt», erzählt Notz.


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