Unglaublich, aber wahr: In der Nacht auf Donnerstag veröffentlichten Grammy-Nominationen findet sich auch der aus dem Ländle stammende Al Walser wieder. Dies in der «Best Dance Music Recording» Sparte, neben Grössen wie Skrillex, Calvin Harris, Avicii und der Swedish House Mafia. Doch so gross die Freude Walsers («Wow!»), so laut die Stimmen der Kritiker. Tatsächlich verfügt Walsers Song bloss über 5000 Youtube-Klicks, seine Konkurrenten zählen Millionen.
«Geld im Spiel»
Zahlreiche Online-Berichte hinterfragten die Nomination denn auch kurz nach der Bekanntgabe. Und auf Twitter lautete der Tenor: «Wer zum Teufel ist Al Walser?». Noch weiter geht Produzent Andy Caldwell, der 2011 ebenfalls für einen Grammy nominiert war. Er unterstellt Walser gar, es sei «Geld im Spiel» gewesen.
Der Schweiz-Liechtensteiner widerspricht den Vorwürfen vehement: «Es gab einst auch bei Drake Leute, die seine Nomination nicht verstanden. Aber bei den Grammys bescheissen? Das ist unmöglich!». Auch er selbst sei ab seiner Nomination überrascht gewesen. Seine Erklärung? «Zum einen meine bekannte Radioshow, die in über 70 Ländern ausgestrahlt wird, zum anderen mögen Amis Typen wie mich, die alles selber machen». Popularität spiele dabei nur die zweite Geige, drum sei denn auch «Gangnam Style» nicht nominiert. Dass Walser selber in einer Art Grammy-Jury sitzt, habe zudem keine Rolle gespielt. Denn: «Das sind total 15 000 Leute.»

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