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Interview in Zürich
«In die Fresse hauen und abhängen»
Der deutsche Rapper Fler über Moneten, Lena Meyer-Landrut, böse Buben und «Hinter blauen Augen» - sein neues Album.
Von Maja Zivadinovic, zuletzt aktualisiert am 26.11.2012, 17:33

Am 2. November erschien Flers neuster Streich: das Album «Hinter blauen Augen». tilllate.com hat zu später Stunde in Downtown Zürich mit dem 30-jährigen Deutschrapper gesprochen.

Fler, bist du blauäugig?
Klar doch. Vor allem bei Freunden. Weisst du wie oft ich denen sage, sie sollen sich mal in den Arsch klemmen und ehrgeizig sein. Nur: Die haben gar keine Lust drauf.

Hattest du lange auch nicht.
Stimmt. Jetzt bin ich aber reifer. Und ehrlicher. Ich mache keinen Gangster-Bronx-Rap und keine Vergangenheitsbewältigung. Mein neues Album erzählt, wie ich heute bin. Ich glaube auch, dass es genau deswegen so abgeht.

Klingt so gar nicht nach Bad Boy.
Während ein Album ensteht, bin ich voll angespannt, seriös, ziehe das Ding durch. Wenn die Crew um mich herumalbert, dreh ich nur schon durch, wenn ein Computer abstürzt. Jetzt bin ich wieder entspannt.

Mit wem würdest du gerne mal auf der Bühne stehen?
Mit Lena Meyer-Landrut. Auch wenn wir ganz andere Musik machen, passen wir zusammen. Ausserdem finde ich sie sehr cool.

Ruf sie an!
Ich werde sie sicher, wenn ich sie wieder treffe, anhauen. Gemeinsame Sache wäre toll.

Kennst du Schweizer Rapper?
Von diesem Stress reden immer alle. Und da gibt es doch noch einen, der gut verdient. Der mache anscheinend mehr Volksmusik-Zeugs. Bligg glaubs. Ach ja, DJ Bobo kenne ich natürlich auch. Hut ab! Der hat eine Menge Geld gescheffelt.

Bezüglich Geld: Wofür würdest du deine letzten 100 Euro ausgeben?
Hätte ich nix zu essen, würde ich Burger und Pizza kaufen. Könnte ich das klauen, würde ich Schuhe kaufen. Das hab ich schon früher, als ich pleite war, getan.

Was würdest du tun, wenn du nur noch 24 Stunden zu leben hättest?
Es gibt da zwei Leute, die ich gar nicht mag. Denen würde ich in die Fresse hauen. Danach würde ich mit meiner Freundin abhängen und warten, bis das Ende kommt.

Burger, Pizza, Prügel: Doch ein bisschen Bad Boy?
Es gibt durchaus Sachen, die mir Angst machen. So zum Beispiel die Frage, was nach dem Tod kommt. Das Sterben an und für sich schüchtert mich nicht ein. Wenns aber danach nicht so ist, wie ich es mir vorstelle, bin ich ganz schön enttäuscht.

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