Schweizer DJs zeigen Herz

DJ Bobo ist dank seiner Aufgabe als UN-Botschafter offiziell ein guter Mensch. tilllate.com wollte wissen, ob andere Plattenleger mithalten können. Das Resultat erfreut.

DJ Bobo ist das Aushängeschild des sozialen Engagements in der schweizerischen DJ-Szene. Seit sechs Jahren ist der 44-Jährige UN-Botschafter gegen den Hunger beim UNO-Welternährungsprogramm (WFP). Ein Jahr nach der schweren Dürre in Äthiopien ruft er jetzt zum Spenden auf. 

Doch wie sieht’s bei den restlichen DJs aus?

DJ Antoine kann fast mit DJ Bobo mithalten. Der junge Vater engagiert sich seit vielen Jahren für notleidende Kinder in Südamerika und Osteuropa: «Ich spende einerseits jährlich einen höheren Geldbetrag und anderseits gebe ich viele Klamotten in die Kleidersammlung», sagt der Basler gegenüber tilllate.com. Doch damit noch nicht genug: Der DJ will eine eigene Stiftung gründen: « Mit Einnahmen aus Charity Events und Spenden will ich arme Kinder aus der ganzen Welt so gut wie  möglich unterstützen. Die Kleinen sind schliesslich unsere Zukunft.»

Tanja La Croix engagiert sich für Pink Ribbon. Die Plattenlegerin steht öfters für die Brustkrebs-Organisation hinter den Decks. Ausserdem macht die 30-Jährige seit zwei Jahren an der «Fitness For Kids»-Aktion mit. «Ich habe Vorträge über gesunde Ernährung und Sport an Schulen gehalten. Ausserdem habe ich mit den Kids zusammen Sport gemacht», erzählt Tanja. «Ich engagiere mich gern, doch nur für Sachen, hinter denen ich 100 Prozent stehen kann.»

Der erste «Ministry of Sound Annual Compilation»-Remixer Tom Novy hat bereits an diversen Benefizveranstaltungen, wie zum Beispiel im Schloss Bellevue aufgelegt: «Ich bin froh, dass ihr mich daran erinnert. Ich sollte mich wirklich mehr für meine Mitmenschen einsetzten», sagt der DJ. «Die Welt, in der wir leben, grenzt schon fast an das Ideal. Ich habe während meinen ganzen Reisen schon sehr schlimme Sachen gesehen», sagt der 42-Jährige.

Auch Mr. Da-Nos zeigt Herz: «2011 habe ich für die Krebsliga mit sehr kranken Kindern aufgelegt und ihnen das Scratchen gezeigt. Es war sehr hart und hat mich lange beschäftigt.» Ausserdem sei er jederzeit bereit, sich sozial zu engagieren und zu helfen.

« Während meines Missenjahres war ich im SOS-Kinderdorf in Kapstadt. Das hat mich sehr berüht. Bis Heute setzte ich mich noch dafür ein», erzählt Ex-Miss Schweiz und DJane Mahara McKay. Mit ihrem Gesicht, wirbt sie heute für die UN Woman Campaign «Gegen Gewalt an Frauen».

Familienvater Christopher S. machte eine für ihn wichtige Wandlung durch: « Als ich noch keine Kinder hatte, spendete ich meist für Tierorganisationen. Seit ich Vater bin, überweise ich regelmässig Beträge an Kinderorganisationen», erzählt der Berner.

Nur eine tut nichts

DJ Acee hingegen ist zurzeit die einzige, die zugibt, dass sie nicht spendet. «Ich habe erst gerade mein Studium als Psychologin beendet», erzählt Astrid Meier, so Acee bürgerlich. «Ich hatte noch keine Zeit, um mir seriös Gedanken zu machen, mich irgendwo zu engagieren.»


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1 Kommentar

Michi Meier vor 4 Jahre

Acee sagt wenigstens gleich das was viele andere Newcommers machen. Sich nur um sich selber kümmern! 95% der Schweizer Djs intressieren sich doch nen Dreck ums Spenden. Wesshalb auch nur 2-3 vorkommen aber so grosse Nummern wie Remady, Pat Farrell und wie sie alle heissen unerwähnt bleiben

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