Grosse DJ-Verschwörung gegen die Pop-Queen: Die Anspielung auf die Ecstasy-Droge MDMA und Madonnas versteckte Promo am Ultra Music Festival letzte Woche in Miami für ihr neustes Album «MDNA», ging deutlich nach hinten los. Nach Madonnas Faux-Pas, bei dem sie die zweideutige Frage nach Mollys Verbleiben («Molly» ist ein Synonym für MDMA/Ecstasy) stellte, meldete sich Deadmau5 empört zu Wort (tilllate.com berichtete).
Von überall hagelt es Kritik
Nun springen auch andere DJ-Grössen in die Bresche und wollen der scheinheiligen Ausrede der Queen Of Pop nicht glauben. Während zumindest bei Deadmau5 und Madonna das Kriegsbeil per Twitter begraben scheint (tilllate.com berichtete), zieht DJ-Kollege Paul Van Dyk im Billboard-Interview nach: «Madonna dachte wohl nur daran, mit dem jungen Publikum zu sympathisieren. Damit machte sie aber den grössten Fehler ihrer ganzen Karriere.» Die Entertainerin hätte nicht sehr viel dabei überlegt, Drogen vor einer Menge von 18-Jährigen zu verherrlichen, das sei «sehr dumm» von ihr.
DJ und Produzent Martin Solveig gibt sich im Interview diplomatisch.
Madonnas trockener Humor schuld?
Martin Solveig, der mit Madonna für ihr neues Album drei Tracks produzierte, bläst ins gleiche Horn. «Ich verstehe Deadmau5s Ärger und bin total auf seiner Seite, wenn es darum geht, Drogen nicht zu verherrlichen. Es war wichtig, Madonna eine Ansage zu machen.» Trotzdem verteidigt der französische DJ die Entertainerin: «Ich kenne Madonna genug, um zu wissen, dass sie total gegen Drogen ist. Trotzdem hat sie einen sehr ironischen und trockenen Humor.» Madonna würde bekanntlicherweise ja gerne schockieren.
Nicht nur die Star-DJs, sondern auch tausende Elektronika-Fans machen derzeit auf Twitter Dampf gegen die Queen of Pop. Diese versucht den Schaden zu begrenzen, indem sie grosse Acts wie LMFAO als Einheizer für ihre Welttour bucht.
«Wer hat Molly heute schon gesehen?» Mit dieser Frage am Ultra Music Festival erzürnte Madonna die Gemüter der DJs.

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